AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Riviera Royale UG (haftungsbeschränkt)
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über Simulatorflüge und sonstige Dienstleistungen, die zwischen der Riviera Royale UG (haftungsbeschränkt), Leitenweg 6a, 82205 Gilching (nachfolgend „Anbieter") und ihren Kunden geschlossen werden.
2. Vertragsabschluss
(1) Die Präsentation der Leistungen des Anbieters auf der Website oder in sonstigen Medien stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben. (2) Mit der Buchung (online, telefonisch oder per E-Mail) gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages ab. (3) Der Vertrag kommt durch ausdrückliche Annahme des Anbieters (z. B. Buchungsbestätigung per E-Mail) oder durch Erbringung der Leistung zustande.
3. Leistungen
(1) Der Anbieter ermöglicht dem Kunden die Nutzung eines Flugsimulators gemäß der jeweiligen Leistungsbeschreibung. (2) Inhalt, Dauer und Preis der gebuchten Leistung ergeben sich aus den zum Zeitpunkt der Buchung gültigen Angaben auf der Website bzw. den sonstigen Informationsunterlagen des Anbieters. (3) Bei fast allen Erlebnissen sind die ersten 2 Personen im gebuchten Preis inklusive. Für jede weitere teilnehmende Person wird ein Aufpreis in Höhe von 20,00 € erhoben.
4. Preise und Zahlung
(1) Alle Preise sind Endpreise und verstehen sich inklusive der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. (2) Die Zahlung kann mit folgenden Zahlungsmethoden erfolgen: Visa, Mastercard, American Express, Maestro, Apple Pay, Google Pay und Klarna. (3) Der Gesamtbetrag ist unmittelbar mit Abschluss der Buchung fällig. (4) Bei Zahlung mit Kreditkarte oder sonstigen angebotenen Online-Zahlungsmitteln wird der fällige Betrag automatisch im Zeitpunkt der Buchung vom angegebenen Zahlungsmittel abgebucht.
5. Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Handelt es sich um einen Fernabsatzvertrag mit einem Verbraucher über Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, für die ein spezifischer Termin oder Zeitraum vorgesehen ist (insbesondere gebuchte Simulatorflüge zu einem festen Termin), besteht gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB kein gesetzliches Widerrufsrecht. In diesen Fällen ist die Buchung verbindlich. (2) Soweit ausnahmsweise Verträge abgeschlossen werden, für die diese Ausnahme nicht gilt (z. B. bestimmte Warenkäufe oder nicht termingebundene Leistungen), richtet sich das Widerrufsrecht nach den gesetzlichen Bestimmungen. Über ein gegebenenfalls bestehendes Widerrufsrecht wird der Kunde im Einzelfall gesondert informiert.
6. Nichterscheinen und Absage durch den Anbieter
(1) Die Buchung erfolgt zu einem festen Termin, für den der Anbieter Kapazitäten, Simulator und Instruktor verbindlich reserviert und bereithält. (2) Erscheint der Kunde nicht zum vereinbarten Termin oder nimmt er die Leistung aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht in Anspruch (z. B. verspätetes Erscheinen, sodass der Simulatorflug nicht mehr sinnvoll durchgeführt werden kann), hat der Anbieter Anspruch auf eine pauschale Ausfallentschädigung in Höhe von 100 % des vereinbarten Preises. Eine Rückerstattung des bereits gezahlten Betrages ist in diesem Fall ausgeschlossen. Diese Pauschale dient insbesondere der Deckung der reservierten Kapazitäten sowie der für den Instruktor eingeplanten und bereitgehaltenen Arbeitszeit. (3) Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass überhaupt kein Schaden oder ein wesentlich geringerer Schaden als die Pauschale entstanden ist. (4) Der Anbieter ist berechtigt, aus wichtigem Grund (z. B. technische Störung, Krankheit des Instruktors, höhere Gewalt) einen Termin abzusagen oder zu verschieben. In diesem Fall wird der bereits gezahlte Betrag nach Wahl des Kunden entweder vollständig erstattet oder auf einen neu zu vereinbarenden Termin angerechnet. Weitergehende Ansprüche des Kunden (insbesondere Schadensersatz- oder Aufwendungsersatzansprüche wegen Anreise, Unterkunft etc.) bestehen nicht, sofern den Anbieter kein Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit trifft.
7. Teilnahmebedingungen
(1) Die Teilnahme an Simulatorflügen setzt eine normale körperliche und geistige Belastbarkeit voraus. (2) Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Epilepsie, Neigung zu Schwindel oder Panikattacken) wird dringend empfohlen, vorab ärztlichen Rat einzuholen. (3) Den Anweisungen des Personals des Anbieters ist jederzeit Folge zu leisten. Bei groben oder wiederholten Verstößen gegen Anweisungen oder Sicherheitsbestimmungen ist der Anbieter berechtigt, den Simulatorflug aus Sicherheitsgründen abzubrechen; ein Erstattungsanspruch besteht in diesem Fall nicht. (4) Die Teilnahme erfolgt im Übrigen im Rahmen der nachstehenden Haftungsregelungen (Ziffer 8).
8. Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen. (2) Für Schäden, die auf einfacher Fahrlässigkeit beruhen, haftet der Anbieter nur, sofern eine Pflicht verletzt wird, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht). In diesen Fällen ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt. (3) Eine weitergehende Haftung des Anbieters ist ausgeschlossen. (4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Falle der Übernahme einer Garantie durch den Anbieter.
9. Gutscheine
(1) Gutscheine des Anbieters sind übertragbar und können von jeder im Besitz des Gutscheins befindlichen Person eingelöst werden, sofern keine abweichenden Hinweise auf dem Gutschein vermerkt sind. (2) Die Gültigkeit beträgt 3 Jahre ab Ausstellungsdatum. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Einlösung ausgeschlossen. (3) Eine Barauszahlung des Gutscheinwertes, auch teilweise, ist ausgeschlossen, sofern keine gesetzliche Pflicht hierzu besteht. (4) Bei Verlust oder Diebstahl eines Gutscheins übernimmt der Anbieter keine Haftung für eine unbefugte Einlösung.
10. Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). (2) Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. (3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame Regelung, die dem wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt. Gleiches gilt für etwaige Regelungslücken.